Die Gründe, weshalb ein Arbeitgeber sein Verhältnis zu einem seiner Arbeitnehmer kündigen wollen würde, sind unzählig. Aber welche Gründe sind auch aus rechtlicher Sicht legitim?  

 

Das Gesetz unterscheidet zwischen der Kündigung und der Entlassung. 

 

Ersteres regelt insbesondere die Auflösung eines zeitlich unbegrenzten Arbeitsverhältnisses unter der Einhaltung bestimmter Fristen. So kann ein Arbeitgeber – ohne Angabe eines bestimmtes Grundes – das Verhältnis unter Einhaltung einer Frist von zwischen sechs Wochen und fünf Monaten auflösen, abhängig von der bisherigen Dienstzeit des Arbeitnehmers. Diese Frist beginnt erst mit Ablauf jenes Kalendervierteljahres zu laufen, in dem der Arbeitgeber die Kündigung vorlegt. 

 

Zweitens regelt die sofortige Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber bei Vorliegen eines bestimmten “wichtigen Grundes”. Es braucht demnach also keinerlei Frist eingehalten zu werden, vielmehr muss ein bestimmtes Ereignis vorliegen, das den Arbeitgeber zur Auflösung “zwingt”.

Unter diesen wichtigen Gründen liegen unter anderem:  

 

 

  • Untreue gegenüber dem Arbeitgeber 
  • Unfähigkeit zur Arbeitsleistung 
  • Verletzung des Konkurrenzverbotes 
  • Verweigerung der Arbeitsleistung 
  • Straffälligkeit 

 

 

Die mitunter wichtigsten rechtlichen Unterschiede dieser beiden einseitigen Auflösungen des Arbeitsverhältnisses liegt darin, dass der Arbeitgeber bei einer Kündigung eine Abfertigung leisten muss, während der Arbeitnehmer bei einer vorzeitigen Auflösung durch den Arbeitgeber “leer ausgeht”, wenn er für seinen Entlassungsgrund verantwortlich ist. 

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